Zoltán Lesi – In Frauenkleidung

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„Ich weiß nicht, ob du dich gerade für einen Mann oder eine Frau hältst, aber der Krieg ist aus.“ – ‚In Frauenkleidung‘ verfolgt den Lebensweg intersexueller Sportlerinnen zu Beginn der 30er-Jahre. Eine Detektivgeschichte der besonderen Art.

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Zoltán Lesi

Zoltán Lesi (geb. 1982 in Ungarn) veröffentlichte zwei Gedichtbände sowie das Kinderbuch Karton und Matild, übersetzt deutschsprachige Literatur und ermöglicht den Literaturaustausch zwischen österreichischen und ungarischen Autoren. Als Abschluss seines Aufenthaltsstipendiums in Stuttgart erscheint in Kooperation mit der Akademie Schloss Solitude 2019 sein erstes deutschsprachiges Buch ‚In Frauenkleidung‘ in der edition mosaik.

„Ich weiß nicht, ob du dich gerade für einen Mann oder eine Frau hältst, aber der Krieg ist aus.“

Der Gedichtband ‚In Frauenkleidung‘ verfolgt den Lebensweg intersexueller Sportlerinnen zu Beginn der 30er-Jahre. In Kombination von nüchterner, intensiver Sprache mit historischen Fotografien und Zeitungsausschnitten entsteht eine Detektivgeschichte der besonderen Art. In den präzise dargestellten Figuren und ihre sehr unterschiedlichen Biografien treten – durch den Blick aus der historischen Distanz geschärft – auch unsere eigenen widersprüchlichen Geschlechterrollen hervor.

„Unter den 4000 Sportlerinnen und Sportlern, die 1936 an den Olympischen Sommerspielen in Berlin teilnahmen, war auch die Hochspringerin Dora Ratjen. Die 18-Jährige war in letzter Sekunde anstelle der jüdischen Athletin Gretel Bergmann in die deutsche Equipe aufgenommen worden. Dora Ratjen übersprang in der damals üblichen Schersprung-Technik 1,58 Meter und wurde Olympia-Vierte. Zwei Jahre später, bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Wien, übersprang Dora Ratjen sogar 1,70 Meter. Weltrekord. Keine Frau war bis dahin jemals so hoch gesprungen. Es gab nur ein Problem: Dora Ratjen war keine Frau. Der ungarische Schriftsteller Zoltán Lesi hat der intersexuellen Hochspringerin Dora Ratjen nun ein literarisches Denkmal gesetzt. In der edition mosaik legt der in Wien lebende Autor ein kleines, aber gehaltvolles Buch über das tragische Schicksal der Transgender-Athletin vor.“ – Günter Kaindlstorfer, Ö1 Leporello

Ricardo Portilho

Ricardo Portilho (geb. 1979 in Brasilien) studierte Sozialkommunikation und Grafikdesign an der Universidade Federal de Minas Gerais in Belo Horizonte, Brasilien, und am Sandberg Instituut in Amsterdam. In seinen Forschungsprojekten nimmt er die Sprache des Grafikdesigns als Ausgangspunkt, um mit der Realität umzugehen und Arbeiten zu produzieren, die in verschiedenen Medien und Kontexten Gestalt annehmen können. Seine Werke wurden unter anderem 2014 bei Cidade Gráfica, Itaú Cultural in São Paulo, Brasilien, und 2013 im Rahmen der 10. Brazil Graphic Design Biennale ausgestellt. Ricardo Portilho ist Stipendiat der Akademie Schloss Solitude (2017-2019).

Zusätzliche Information
Gewicht 250 g
Größe 148 x 98 x 10 mm
Seiten

124

Bindung

Fadenbindung, Hardcover

Auflage

1

Verlag

edition mosaik

Erscheinungsjahr

2019

herausgegeben von

Josef Kirchner, Sarah Oswald

lektoriert von

Marko Dinic

übersetzt von

Nora Keszerice

ISBN

978-3-9504466-9-2

made in

Österreich, Salzburg

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