mosaik42 – Du bist Optimist, eh?

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Optimistisch sein und bleiben angesichts allem, so entstehen Ideen, Utopien und Werkzeuge für das Kommende. Künstlerisch sich auf die Welt einlassen birgt besonders viel Vertrauen. Diese Frühlingsausgabe widmet sich jenen, die dranbleiben, den Tastenden und Wandernden, den Staunenden und Schreibenden – und ihren leider trotz (oder wegen) gutgemeinter Förderprogramme oft prekären Lebensverhältnissen.

mosaik42 u.a. mit Marko Dinić, Lisa-Viktoria Niederberger, Christina König, Sigune Schnabel, Georg Großmann, Jutta Schüttelhöfer u.v.a.

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mosaik42 – Du bist Optimist, eh?

Frühling 2024

 

>> Leseprobe (PDF)

„Die hohe Qualität der Zeitschrift geht eng einher mit der hohen intrinsischen Motivation der Redaktionsmitglieder, wie auch darüber hinaus dem künstlerischem Geschick all jener, die dazu beitragen – kostenlos und zugleich „unbezahlbar“. Optisch ansprechend, klar strukturiert mit flexibel, aber nicht verspielt gestalten Seiten, ist die fachlich gut kuratierte Zeitschrift nach objektiven Kriterien zu schätzen. […] Die Lektüre der aktuellen mosaik-Ausgabe löst Neugier auf die nächste aus.“

Ortwin-Rainer Bonfert über mosaik38

Kostenoffenlegung

Das mosaik ist kostenlos erhältlich. Das bedeutet jedoch nicht, dass bei der Produktion keine Kosten anfallen. Die (fiktive) Entlohnung der Arbeitsstunden im Team haben wir nach den fair-pay-Empfehlungen der IG Kultur Österreich bemessen, die Arbeitszeit der Autor*innen und Künstler*innen können wir weder ermessen noch angemessen entlohnen.

Das mosaik finanziert sich großteils über Förderung der Stadt und des Landes  Salzburg sowie des Bundeskanzleramtes Österreich. Wenn du unsere Arbeit schätzt, kannst du uns auch monetär unterstützen: Mit einem Abo, einer Mitgliedschaft oder einer einmaligen Förderung.

Mehr Infos dazu: mosaikzeitschrift.at/Geld 

mosaik41

Redaktion (44 h à 17€) *          748,– €
Organisation (18 h à 16€) *     288,– €
Korrektorat (10 h à 17€) *        170,– €
Grafik & Satz (20 h à 17€) *     340,– €
Versand (24 h á 16€) *             384,– €
Druck                                    2877,91 €
Versand (Durchschnitt)           420,70 €
Marketing (Durchschnitt)         200,–€
Aufwandsentschädigungen     300,–€
Künstlerische Arbeit     unbezahlbar
Summe                               5728,61 €
Auflage                                       1350
Kosten pro Exemplar                 4,24 €

* diese Arbeit erfolgt größtenteils unentlohnt.

Inhalt

fremdes Terrain

David Liedtke – Lachen so schön
Saskia Scheer – Keine Mäuse
Jutta Schüttelhöfer – Randerscheinung
Bülent Kacan – Die Selbsthäutung
Michael Rank – Dort wohnt das Andere

scharfkantig

Florian Kappelsberger – Ein Leben in einem
Aktenordner
Susanne Gurschler – beider Mund
Claudia Boss-Teichmann – in der keinergasse
Christina König – Tropfen
Sigune Schnabel – Ich wohne in Raureifzonen

flussab

Björn Potulski – Vom Lauf des Wassers
Georg Großmann – Posázaví
Juliane Eva Reichert – Post von Ruth:
Das mauritiusblaue Heft

Kunststrecke von Lote Vilma

Hi! My name is Lote. I am an illustrator and poet from Latvia. I like it when something is simple but very clever at the same time. I find that one of the most rewarding occupations for me is writing and illustrating books. Right now I am working on my second poetry book for adults and just last year the first translation for my picture book came out in Germany.

BABEL – Übersetzungen

„Als sähe man sich selbst / beim Erforschen eines philosophischen Problems“, so lautet ein fast programmatischer Vers des dänischen Dichters Niels Hav: Voll melancholischer Ironie und zugleich in existenzieller Sprachschärfe betrachtet der Dichter sich selbst und die Außenwelt – „in gehobener Stimmung / und leicht unglücklich zugleich.“ Die in Bergkarabach geborene Lyrikerin Gohar Sharyan floh im letzten Jahr nach Armenien; Bergkarabach ist inzwischen aufgelöst, und so gehören Gohars Verse zu den letzten lyrischen Zeugnissen dieses Landes.

Niels Hav:

  • Kvinderne i København / Die Frauen in Kopenhagen
  • Den ramponerede inderside / Das angeschlagene Innere#
  • Afasi / Aphasie

Gohar Sharyan

  • „Ես գիտեմ“ / „Ich weiß“
  • Քամին դրսում խաղում է ուղեկիցների շղթայված / Der Wind spielt draußen auf
    den geketteten Skeletten
[foejetõ]

Residencies und Literatur-Stipendien: Was ehrenvoll wirkt, entpuppt sich oftmals als äußert prekäres Lebensmodell für Schriftsteller*innen. So kommentiert Alexander Estis – seines Zeichens erfahrener Stipendienträger – in Anbetracht der gefo(e)rderten Leistungen während eines Schreibaufenthalts: „Für das Schreiben literarischer Texte ist ja nach dem Stipendium immer noch Zeit.” (S. 49). Und Einblick in die Zeit während einer Writer-in-Residency gibt das Interview mit der H.C.-Artmann-Stipendiatin Nasima Sophia Razizadeh – sie verbrachte den November 2023 in Salzburg.

Kreativraum mit Lisa Höllebauer & Lisa Schantl – Blättern

INTRO

„… Optimist, eh?“ (Florian Kappelsberger, S. 17)
Ja, was denn sonst!?, darf man diesem Titel zurufen. So viel da draußen ruft beständig nach den Optimist*innen unter uns, in uns – die die Sonne bereits erahnen, wo sich noch die Wolken zusammenballen; die bereits an das Aufatmen glauben, wenn sich noch alles in uns zusammenzieht und anspannt.

Optimistisch sein und bleiben angesichts allem, so entstehen Ideen, Utopien und Werkzeuge für das Kommende. Und die vielen Texte! Künstlerisch sich auf die Welt einlassen birgt besonders viel Vertrauen oder auch: Hoffnung auf etwas Kommendes in sich.

Manchmal, etwa im Nebel des Winters, ist es schon ein Ausharrenkönnen, ein langsames Ausstrecken, in dem unser Optimismus sich zeigen kann:

„eine Ahnung ein Hauch / ein sanftes Pulsieren unter der Fußsohle / wir tasten uns vorwärts im Blindflug“ (Jutta Schüttelhöfer, S. 11)

Diese Frühlingsausgabe widmet sich auch im [foej tõ] jenen, die dranbleiben, den Tastenden und Wandernden, den Staunenden und Schreibenden – und ihren leider trotz (oder wegen) gutgemeinter Förderprogramme oft prekären Lebensverhältnissen, bekannt als Residencies. Was so prunkvoll klingt, bringt oft mehr Probleme mit sich, als es löst:

„Die Geldgeber wollen Sichtbarkeit. Ein wenig verstehe ich sie, Texte sind zu unscheinbar – aber, verdammt noch mal, dieses Unscheinbare und Zurückgezogene, ist das nicht meine eigentliche Arbeit?“ (Slata Roschal, S. 48)

In all den Auf und Abs der Zeiten wenden wir uns daher immer wieder optimistisch der Literatur zu – in ihr wird alles heute noch Unmöglichscheinende schon längst erprobt, und er-leb-bar!

Eine erhebende Lektüre wünscht euch

euer mosaik

mosaik

mosaik ist eine Plattform zur Vermittlung und Vernetzung gegenwärtiger Literaturen. Print- und Onlinepublikationen sowie Veranstaltungen treten in Synergie mit anderen Kunstformen und zielen auf die Förderung aktueller Stimmen und deren Vielfalt. Hierbei steht das Werk im Zentrum.

mosaik will Räume schaffen, um den Literatur- und Kunstdiskurs zu hinterfragen und neue Zugänge zu ermöglichen. Aus der Gesamtheit dieser Aktivitäten entsteht das namensgebende Bild.

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Zusätzliche Informationen
Gewicht 250 g
Größe 270 × 210 × 5 mm
Seiten

56

Erscheinungsjahr

2024

Verlag

edition mosaik

Zeitschrift

mosaik

ISSN

2409-0220

made in

Österreich, Salzburg

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+43 670 2053837