mosaik50 – Träume von Eseln
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Wovon träumen Esel?
Wovon wir Menschen träumen – im Guten wie im Schlechten –, davon können wir sprechen, Geschichten erzählen, uns Bilder (aus)malen, uns zurückerinnern… oder auch: ausharren, sie abschütteln, ihnen entkommen…
Träume sind Abenteuer mitten im Leben – wie Literatur. Darum gibt es auch das mosaik, nun seit bereits 50 Ausgaben – und allen, die wie wir derart in Sprache(n), Bildern, Träumen, in alten und neuen Geschichten leben und aufleben, sei auch diese Jubiläumsausgabe gewidmet.
mosaik50 u.a. mit Isabelle Stier, Olga Orlova, Sean Keibel, Catrin Kurz, José F. A. Oliver, Sarah-Sophie Gruber, Lisa-Viktoria Niederberger, Katherina Braschel, Nasima Sophia Razizadeh, Peter.W., jopa jotakin, Julia Rüegger, Valerie-Katharina Meyer, Marko Dinić u.v.a.
„Die hohe Qualität der Zeitschrift geht eng einher mit der hohen intrinsischen Motivation der Redaktionsmitglieder, wie auch darüber hinaus dem künstlerischem Geschick all jener, die dazu beitragen – kostenlos und zugleich „unbezahlbar“. Optisch ansprechend, klar strukturiert mit flexibel, aber nicht verspielt gestalten Seiten, ist die fachlich gut kuratierte Zeitschrift nach objektiven Kriterien zu schätzen. […] Die Lektüre der aktuellen mosaik-Ausgabe löst Neugier auf die nächste aus.“
Kostenoffenlegung
Das mosaik ist kostenlos erhältlich. Das bedeutet jedoch nicht, dass bei der Produktion keine Kosten anfallen. Ermöglicht wird das mosaik durch Förderungen von Stadt und Land Salzburg sowie des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport – und durch das Engagement und die Arbeit des mosaik-Teams.
Die (fiktive) Entlohnung der Arbeitsstunden im Team haben wir nach den Fair-Pay-Empfehlungen der IG Kultur Öster-
reich bemessen, die Arbeitszeit der Autor*innen und Künstler*innen können wir weder ermessen noch angemessen entlohnen.
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Mehr Infos dazu: mosaikzeitschrift.at/Geld
mosaik50
Redaktion (45h à 24,−) * 1.080,–
Organisation (51h à 24,−) * 1.284,–
Korrektorat (20h à 24,−) * 480,–
Grafik & Satz (20,50h à 24,−) * 492,–
Versand (20h à 20,−) * 400,−
Druck 4.975,50
Versandkosten (Durchschnittswert) 500,–
Marketing (Durchschnittswert) 200,−
Aufwandsentschädigungen 3.000,–
Künstlerische Arbeit unbezahlbar
Summe 12.411,50–
Auflage 1.500 Stück
Kosten pro Exemplar 8,27
* diese Arbeit erfolgt zu einem großen Teil unentlohnt.
Inhalt
nicht Hund noch Herr
Isabelle Stier – Kartoffelstunden
Olga Orlova – Drei, befriedigend
Sean Keibel – Sitz
Charlotte Obenaus – Esther im Herbst
Jutta Schüttelhöfer – Hüte
die Stunde der Frösche
Catrin Kurz – Papa, pack ma’s
Saskia Dyk – Mit allem zusammenkommen
Mattia Avoledo – Der Teich
Lukas Schergaut – plattenbaukinder
im Weiß
Matthias Zachel – Im Wind
Jan-Erik Grebe – Cyanometer
Harald Müller – Die Linie
Jakob Leiner – Autopoiesis
Kunststrecke von Sarah-Sophie Gruber
Ihre Malerei bewegt sich zwischen Porträt, figurativer Malerei und visueller Recherche. In wechselnden Werkzyklen ist sie auf der Suche nach den Spuren, die wir in der Welt hinterlassen und jenen, die das Leben in uns zeichnet. Die aktuelle Serie Dialog mit Kiki verbindet klassische Ölmalerei mit künstlicher Intelligenz. Ausgehend vom menschlichen Porträt untersucht Gruber die Verletzlichkeit des Körpers in einer Gegenwart, in der Natürlichkeit, Optimierung und technologische Manipulation zunehmend ineinander übergehen. Es entstehen glänzende, organisch anmutende Körper zwischen Verführung und Irritation – Oberflächen, die Leben und Nähe suggerieren und sich einem unmittelbaren Zugriff zugleich entziehen. Im Zentrum steht die Frage nach den möglichen Kosten der großen Versprechen künstlicher Intelligenz – Effizienz, Fortschritt und scheinbare Unfehlbarkeit. Was verändert sich, wenn Entscheidungen und Verantwortung zunehmend an künstliche Systeme ausgelagert werden und technische Prozesse in menschliche Erfahrungs- und Beziehungsräume eindringen?
Ich sehe schwarz – aber in bunt.
http://www.sarah-sophie.com
BABEL – Übersetzungen
Für unsere Jubiläumsausgabe haben wir José F. A. Oliver als Lyriker und Übersetzer eingeladen, BABEL zu kuratieren: Ausgehend von der diesjährigen Gastsprache des Hausacher LeseLenz findet ihr einen facettenreichen Einblick in die zeitgenössische spanischsprachige Poesie – aus verschiedenen Teilen der Welt.
Carmen Camachos ein schlechtes Gedicht führt uns humorvoll in die Materie des Dichtens ein. Martín Gijón war bereits einmal als Übersetzer in der mosaik46 vertreten, dieses Mal dürfen wir uns auf seine ganz eigene Verssprache einlassen. Javier Peréz Walias’ Gedicht öffnet nur ein kleines Fenster in dessen umfassendes Werk. Zum Abschluss zeigt Ariel Marceo Telles mit Die Fliege und der Pudding wie treffend, politisch und klug Dichtung sein kann. Wir laden euch mit diesem BABEL-Spezial ein, in die spanischsprachige Poesie einzutauchen, und gratulieren José F. A. Oliver zur Gründung des neuen Verlags Versbau, in dem es künftig einiges zu entdecken geben wird!
- Carmen Camacho – el mal poema /
ein schlechtes Gedicht
(Spanisch / Deutsch) - Mario Martín Gijón – ohne Titel
(Kubanisch-Spanisch / Deutsch) - Javier Pérez Walias – A Limine / In Fine
(Spanisch / Deutsch) - Ariel Maceo Telles – La mosca y el flan /
Die Fliege und der Pudding
(Kubanisch-Spanisch / Deutsch)
alle deutschen Verdichtungen von José F. A. Oliver
DAS LETZTE WORT …
Unsere neue Kolumne, zum Auftakt in Mehrfachbesetzung: Die Autor*innen Nasima Sophia Razizadeh, Peter.W., jopa jotakin, Julia Rüegger, Valerie-Katharina Meyer und Marko Dinić eröffnen, ausgehend von Titeln bisheriger mosaik-Ausgaben, neue Gedankenräume.
[foejetõ]
Literatur ist mehr als Buch. Literatur- und Kulturarbeit sind Stränge eines Wurzelwerks aus Räumen, Ideen, Menschen und Beziehungen. Die Beitragenden des Schwerpunkts geschrieben, vernetzt, zusammen blicken auf die Freie Szene als soziale Praxis: auf Gemeinschaft, prekäre Strukturen und politische Forderungen – und auf solidarische Geflechte, die weit über das Schreiben und Lesen hinausgehen und nicht nur Genregrenzen, sondern auch jene zwischen den Spezies überwinden können.
Kreativraum: Gemma Palacio
INTRO
Wovon träumen Esel?
Wovon wir Menschen träumen – im Guten wie im Schlechten –, davon können wir sprechen, Geschichten erzählen, uns Bilder (aus)malen, uns zurückerinnern… oder auch: ausharren, sie abschütteln, ihnen entkommen…
Kunst und Kreativität sind durchdrungen und werden betrieben von solchen Träumen. Träume eröffnen Freiräume: Sie müssen nichts erklären oder beweisen. Sie dürfen widersprüchlich, komisch, dunkel und unvernünftig sein. Träume haben ihre eigene Logik, sie folgen selten allzu geraden Wegen. Sie sind Abenteuer mitten im Leben – wie Literatur. Darum gibt es auch das mosaik, nun seit bereits 50 Ausgaben – und allen, die wie wir derart in Sprache(n), Bildern, Träumen, in alten und neuen Geschichten leben und aufleben, sei auch dieses neue Heft gewidmet.
Wir wollen uns herzlich bedanken: bei euch treuen Leser*innen und Autor*innen, Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen und allen anderen, die uns unterstützen, bei uns Texte einreichen, Werke, Ideen, Diskussionsbeiträge beisteuern – und bei allen anfallenden
Arbeiten mit anpacken, Kisten schleppen, Gläser abspülen, Hefte einsackeln und verschicken… mehr dazu im Kulturteil, unter anderen von unseren langjährigen Weggefährtinnen Lisa-Viktoria Niederberger und Katherina Braschel!
Allen, die weiterlesen möchten, legen wir unsere wöchentlichen Online-Reihen freiTEXT und freiVERS auf mosaikzeitschrift.at ans Herz, ebenso unsere Bücher aus der edition mosaik (das Verlagsprogramm findet ihr auf der letzten Seite).
Wovon also träumen Esel?
Eine farblich-atmosphärische Annäherung unternimmt unser Umschlag, gestaltet von Sarah Oswald, von der seit Anbeginn der Zeiten sämtliche grafischen Schön- und Feinheiten des mosaik stammen. Und auch unser lieber Freund Marko Dinić folgt in der abschließenden Kolumne DAS LETZTE WORT … (zum Auftakt mit Beiträgen von sechs Autor*innen) den Träumen von Eseln– und den Spuren, die sie hinterlassen…
euer mosaik
mosaik
mosaik ist eine Plattform zur Vermittlung und Vernetzung gegenwärtiger Literaturen. Print- und Onlinepublikationen sowie Veranstaltungen treten in Synergie mit anderen Kunstformen und zielen auf die Förderung aktueller Stimmen und deren Vielfalt. Hierbei steht das Werk im Zentrum.
mosaik will Räume schaffen, um den Literatur- und Kunstdiskurs zu hinterfragen und neue Zugänge zu ermöglichen. Aus der Gesamtheit dieser Aktivitäten entsteht das namensgebende Bild.
Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 250 g |
|---|---|
| Größe | 270 × 210 × 5 mm |
| Seiten | 64 |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Verlag | edition mosaik |
| Zeitschrift | mosaik |
| ISSN | 2409-0220 |
| made in | Österreich, Salzburg |



















