mosaik32 – passende Kleidung hilft

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Träumen georgische Fische manchmal auf Deutsch? Gibt es im Ukrainischen ein Äquivalent zum deutschen Wort ‚Entfremdung‘? Allein die Literatur ist unser Anliegen, und dass diese uns manchmal mehr fragend zurücklässt, soll uns hier als Anreiz dienen, mehr Fisch zu sein als Geist in Menschengestalt.

Mit Beiträgen u.a. von Anna Ilin, Anna Pia Jordan Bertinelli, Dino Pesut, Katherina Braschel, Kollektiv Extasier, Lea Schlenker, Mascha Dabic, Mercedes Spannagel, Yevgeniy Breyger, Željana Vukanac u. v. m.

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mosaik32 – passende Kleidung hilft

Herbst 2020

Kostenoffenlegung

Das mosaik ist kostenlos erhältlich. Das bedeutet jedoch nicht, dass bei der Produktion keine Kosten anfallen. Die (fiktive) Entlohnung der Arbeitsstunden im Team haben wir nach den fair-pay-Empfehlungen der IG Kultur Österreich bemessen, die Arbeitszeit der Autor*innen und Künstler*innen können wir weder ermessen noch angemessen entlohnen.

Das mosaik finanziert sich großteils über Förderung der Stadt und des Landes  Salzburg sowie des Bundeskanzleramtes Österreich. Wenn du unsere Arbeit schätzt, kannst du uns auch monetär unterstützen: Mit einem Abo, einer Mitgliedschaft oder einer einmaligen Förderung.

Mehr Infos dazu: mosaikzeitschrift.at/Geld 

mosaik32

Redaktion (89h à 17€) *    1513,00€
Organisation (67h à 16€) * 1072,00€
Korrektorat (10h à 17€) *    170,00€
Grafik & Satz (18h à 17€) * 306,00€
Druck                               2044,75€
Versand (Durchschnitt)          356€
Marketing (Durchschnitt)    280,00€
Künstlerische Arbeit     unbezahlbar
Summe                            5741,75€
Auflage                                     1000
Kosten pro Exemplar            5,74€

* diese Arbeit erfolgt unentlohnt!

Inhalt

Ihre festen Territorien
  • Peter Sipos – die fabrik
  • Karin Pitz – sucher
  • Kerstin Meixner – Das Glück der Stadtfüchse
Störgrößen
  • Sabine Abt – dringlichkeit
  • Christian Künne – Irrtumswahrscheinlichkeit
  • Johannes Bruckmann – Das Pokerturnier
Der Übertritt
  • Suse Schröder – Nicht auf der Höhe
  • Iseult Grandjean – Gleich warm
  • Lea Schlenker – Die Liebe zur Bestie
  • Grit Krüger – Unser Coach
Kunststrecke von Kollektiv Extasier
BABEL – Übersetzungen

Träumen georgische Fische manchmal auf Deutsch? Gibt es im Ukrainischen ein Äquivalent zum deutschen Wort ‚Entfremdung‘? In welchem Film spielte Nicole Kidman den Geist, der dachte, er sei ein Lebender, und wie lautet der Titel nochmal im Kroatischen? Unsere Rubrik Babel ist nicht nur ein Sammelsurium der vielen, uns zuflatternden Sprachen, sie ist auch der Punkt, an dem sich Fragen sammeln, die zu stellen wir uns in einer anderen Sprache nie zugetraut hätten. So gesehen bieten wir auch keine Antworten. Allein die Literatur ist unser Anliegen, und dass diese uns manchmal mehr fragend zurücklässt, soll uns hier als Anreiz dienen, mehr Fisch zu sein als Geist in Menschengestalt.

  • Lesyk Panasiuk – ЕКСПОНАТ / Das Exponat (Unkrainisch)
  • Lesyk Panasiuk – ТІЛЬКИ Б СОН / Nur ein Traum (Ukrainisch)
  • Dino Pešut – Moja mama kao Penelope Cruz u onom filmu / Meine Mama als Penelope Cruz in diesem einen Film (Kroatisch)
  • Dino Pešut – Ja kao Nicole Kidman iz onog filma / Ich als Nicole Kidman in diesem einen Film (Kroatisch)
  • Željana Vukanac – crna deca putuju / Schwarze Kinder reisen
  • Teona Komakhidze – მისი ღიმილი გადაიქცა ოქროს კარიბჭედ […] / sein Lächeln wurde zum goldenen Tor […] (Georgisch)
[foejәtõ]

„Idealismus zahlt keine Fixkosten“, stellt Lisa-Viktoria Niederberger in ihrer Streitschrift über die Rolle von Frauen im Literaturbetrieb fest. „Eine Aufforderung, Erwartungen zu hinterfragen, als Schreibende, als Publikum, als Veranstaltende.“, stellt uns Katherina Braschel vorab. Und Anna Ilin macht sich Gedanken zur Rolle der Frau in der Hausarbeit, bevor uns Julia Knaß in die Literaturmetropole Wolfsberg entführt.

Kreativraum mit Mercedes Spannagel

INTRO

Und: Wo wart ihr, als sich die Welt plötzlich auf den Kopf stellte? Also wir waren in Leipzig – auch wenn die Buchmesse abgesagt war, wollten wir dennoch veranstalten. Unsere Lesereise, die davor schon über Berlin, Erfurt und Halle geführt hatte, ließen wir uns doch nicht von so einer „Nanosau“ (© Christoph Winder) vermiesen. Und wie wir uns getäuscht haben. Und wie wir verunsichert waren.

Mit zeitlicher Distanz lässt sich immer leicht urteilen – doch unsere Entscheidung abzureisen war richtig. Genauso wie die Entscheidung, diese Ausgabe der mosaik nicht im Mai erscheinen zu lassen. Das Vernetzungstreffen des Netzwerkes unabhängiger Literaturzeitschriften, für das wir die mosaik32 haben wollten, mussten wir schließlich auch absagen. Und so habt ihr die mosaik32 mit einem halben Jahr Verspätung in euren Händen. Vielen Dank für eure Geduld – aber gerade das Warten und Geduld-Haben ist heuer ohnehin ständiger Begleiter.

Und so wird der Titel der aktuellen Ausgabe jetzt wohl auch anders gelesen als noch vor einem Jahr – Standortgebundenheit heißt das in der Geschichtswissenschaft. Und es folgt ein Vorschlag: Literaturzeitschriften sind Abbild der jeweiligen Zeit, man kann sie aber auch immer wieder lesen – und wird feststellen, dass sich zwar das gedruckte Wort nicht verändert hat, man selber jedoch schon. Und manchmal entdeckt man Texte neu. Viel Freude – jetzt und in jeder noch folgenden Gegenwart mit der mosaik32.

euer mosaik

mosaik

mosaik ist eine Plattform zur Vermittlung und Vernetzung gegenwärtiger Literaturen. Print- und Onlinepublikationen sowie Veranstaltungen treten in Synergie mit anderen Kunstformen und zielen auf die Förderung aktueller Stimmen und deren Vielfalt. Hierbei steht das Werk im Zentrum.

mosaik will Räume schaffen, um den Literatur- und Kunstdiskurs zu hinterfragen und neue Zugänge zu ermöglichen. Aus der Gesamtheit dieser Aktivitäten entsteht das namensgebende Bild.

www.mosaikzeitschrift.at

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