Katherina Braschel – es fehlt viel

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Ein Ich, das dokumentiert: ihre individuelle und gesellschaftliche Position, ihre Umwelt, die Menschen an der Supermarkt-Kassa. Alltägliches wird protokolliert, kommentiert und auf das eigene Selbst zurückgeworfen. Zwischen Brotsackerln und Fun-Domains scheinen Lücken auf, wird das Festgehaltene hinterfragt.

2. Auflage 2020

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Artikelnummer 216 Kategorie Schlagwörter ,

Förderpreis der Rauriser Literaturtage (2019)
Wortmeldungen-Förderpreis (2019)
2. Platz FM4-Wortlaut-Literaturwettbewerb (2019)
Gewinnerin Exil-Literaturpreises für Autorinnen/Autoren mit Deutsch als Erstsprache (2019)
Sonderpreis für Lyrik im Rahmen des erostepost-Literaturpreises (2018)
Gewinnerin des Literaturwettbewerbs „Wir lesen uns die Münder wund“ (2018)
Arbeitsstipendium des Landes Salzburg (2017)

„Das ist ein Schreiben mit Zweifel.
Ich würde gerne schreiben: Warten Sie nicht auf einen Spannungsbogen. Es geht nicht darum.
Auch das gehört in diesen Text.“

„Was für ein wundervolles Buch.“ – Raoul Eisele

 

„‚es fehlt viel‘ ist ein ebenso wütender wie melancholischer Text über das Beobachten und Beobachtetwerden, Entblößungshemmungen und Voyeurismus. Von Zitaten aus Öffis, WG und Internet getragen, entfaltet sich darin eine hierarchiefreie, aber nie indifferente Alltagschronologie zwischen studentischer Prokrastination, Alltagssexismus, feministischer Dekonstruktion und Buzzfeed-Quiz.“ – Elias Hirschl, Falter

 

„Wir sind einfach nur begeistert. Es ist großartig.“ – Mondmeer und Marguérite

 

„Die literarischen Miniaturen vermitteln spezifische Atmosphären und sie weisen kleinere und größere Pointen auf. ‚es fehlt viel‘ ist ein Versuch, der sich für Lesende lohnt.“ – Maria Motter, FM4

 

„‚Dieser Text ist ein Versuch.‘ Ein gelungener Versuch – so viel sei verraten.“ – Anna Weinkamer, Zwischenwelt

 

Trotz der manischen Dokumentationswut – manchmal fällt die Ich-Erzählerin sich damit selbst zur Last – steht fest: Es fehlt viel. Und das zeichnet diesen Text aus. Er bietet genug Raum, ihn weiterzudenken und ihn mit eigenen Erfahrungen abzugleichen und anzureichern. – Britta Mühlbauer, BÖS

 

„Es kommt daher wie ein intimes Buch. Und doch sind die Texte widerspiegelnd. Sie sind reflektiert, die Autorin reflektiert ihr Verhalten konstant auf eine lustige und offene Weise. Und doch habe ich den Eindruck, in diesem Buch mehr auf mich selbst zurückgeworfen zu werden. […] Ich empfehle dieses Buch, denn es gab mir sehr viel, zum Trotz.“ – Martin Piekar

 

„Lustig, anregend, gesellschaftspolitisch, clever – und viel zu schnell wieder vorbei.“ – Elena Beringer

 

„Trotz der Schwere und der Grausamkeiten, die Katherina Braschel aus den harmlos scheinenden Alltagsbanalitäten schält, erzeugen die lockere, lose gesetzte Aufmachung des Buches und der trockene und klar voranpreschende Sprachfluss auch einen Urwiener Galgenhumor“ – Elias Hirschl, kolik83

 

„sehr sehr große Leseempfehlung“ – Dominik Leitner

Ein Ich, das dokumentiert: ihre individuelle und gesellschaftliche Position, ihre Umwelt, die Menschen an der Supermarkt-Kassa. Alltägliches wird protokolliert, kommentiert und auf das eigene Selbst zurückgeworfen. Zwischen Brotsackerln und Fun-Domains scheinen Lücken auf, wird das Festgehaltene hinterfragt.

„But how could it affect me?“, fragt ein zwölfjähriges Mädchen in der Straßenbahn.

 

Was wurde vom Ich nicht dokumentiert, wie wählt es aus?

„Einerseits, wie ich auch im Buch schreibe, gibt es viel, dem ich keinen Raum geben wollte, weil ich Inhalte und Sprache nicht reproduzieren wollte, zum Beispiel ableistische oder rassistische Sprache. Mich hat das im Entstehungsprozess lang beschäftigt, wie ich damit umgehen soll. Einerseits wollte ich diskriminierenden Inhalten eben nicht nochmal eine Bühne geben, andererseits wäre es ein falsches Bild, wenn ein in Österreich lebendes Ich nie Diskriminierendes auf der Straße etc. hören würde. Letztlich habe ich mich dafür entschieden, diesen Widerspruch im Buch zu thematisieren, und nur dann anders zu verfahren, wenn mich die Diskriminierung unmittelbar selbst betrifft, also z. B. Sexismus. […]

Die acht „Einsätze“ […] hatten die Funktion, mich beim Schreiben selbst zu überprüfen, zu thematisieren, was im restlichen Text ausgelassen wurde, und dies dann ganz bewusst festzuhalten, mir immer wieder selbst die Frage zu stellen: ‚Moment – tust du hier noch das, was du wolltest?‘“

Katherina Braschel im Interview mit Anna Herzig am Hotlistblog.

Katherina Braschel

Aufgewachsen im Barock-Disneyland Salzburg lebt und arbeitet Katherina Braschel seit 2011 in Wien, wo sie auch Theater-, Film- und Medienwissenschaft studiert hat. es fehlt viel war über längeren Zeitraum enge Begleiterin, nun schreibt sie in erster Linie Prosa. Diverse Preise und Stipendien, darunter der Rauriser Förderungspreis und der Wortmeldungen Förderpreis der Crespo Foundation Frankfurt, beide 2019.

Sie glaubt an feministische Solidarität, gutes Bier und die zarte Macht der Sprache.

Zusätzliche Informationen
Gewicht 200 g
Größe 148 × 105 × 5 mm
Bindung

Fadenbindung, Hardcover

Seiten

124

Erscheinungsjahr

2020

herausgegeben von

Josef Kirchner, Sarah Oswald

lektoriert von

Felicitas Edith Theresa Biller

Verlag

edition mosaik

ISBN

978-3-9504843-1-1

Auflage

2

made in

Österreich, Salzburg

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