Lisa-Viktoria Niederberger – Misteln

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Misteln: Liebessymbol oder halbparasitische Aufsitzerpflanzen? Lisa-Viktoria Niederberger entwirft in ihrem Erzählband ein schonungslos-ungeschöntes Beziehungsbild von Menschen, die offenen Fragen gegenüberstehen und nach Antworten suchen.

Lisa-Viktoria Niederberger blickt in ihren Erzählungen in die Untiefen der österreichischen Seelenlandschaft.

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Artikelnummer 212-1 Kategorie Schlagwort

„Drei Beziehungsgeschichten von sehr unterschiedlicher Härte (oder sagen wir Boshaftigkeit) lesen wir, die gerade so wie hier, mit gerade dieser Gemengelage von Reflexion, Figurenrede und Schilderung tatsächlich nur in der Grammatik der österreichischen Umgangssprache zu erzählen gewesen sein werden.“ – Stefan Schmitzer, Fixpoetry

 

„Lisa-Viktoria Niederberger erzählt nicht nur, sie lädt ein. Sie lädt dazu ein, über Biografien nachzudenken, über Beziehungen und die Abgründe, die hinter den Fassaden schlummern. Das schafft sie, indem sie geschickte Leerstellen lässt, die der Leser besetzen kann und mit denen er die kurzen Erzählungen vor seinem geistigen Auge zu einem vollständigen Roman ausbaut. Es ist eine Kunst, tiefgreifende und komplexe Sachverhalte kurz zu schildern. Die Autorin beherrscht sie.“ – Oliver Bruskolini, zugetextet.com

„Dass man dich immer vor den Venusfliegenfallen trifft, sagst du und drückst mir deine kalten Finger unter der Jacke ins Kreuz und ein trockenes Bussi auf die Haare. Dass das was heißt, dass das zu mir passt, dieses schöne Äußere und innen irgendwie gefährlich. Mich stören solche Analogien und das weißt du auch.“

Misteln: Liebessymbol oder halbparasitische Aufsitzerpflanzen? Lisa-Viktoria Niederberger entwirft in ihrem Erzählband ein schonungslos-ungeschöntes Beziehungsbild von Menschen, die offenen Fragen gegenüberstehen und nach Antworten suchen. Ihre Figuren bewegen sich dabei zwischen moralischer Zerrissenheit und impulsivem Handeln. Die Autorin erschafft eine poetische Umgangssprache, in der sich die Österreichischheit manifestiert und thematisiert gleichzeitig unaussprechlich geglaubte Themen mit überraschender Leichtigkeit.

Lisa-Viktoria Niederberger

Das Besondere im Banalen zu entdecken, auch wenn es bedeutet, sonntags im kitschigen Schneesturm Italo Pop zu singen. Lisa-Viktoria Niederberger, 1988 in Linz geboren und seit 2007 in Salzburg umtriebig, blickt in ihren Erzählungen in die Untiefen der österreichischen Seelenlandschaft. Und das nicht ohne Kenntnis: Unter anderem als Barkeeperin und Buchhändlerin sozialisiert und durchaus studiert, sammelt sie eifrig im Milieu der Abgründigen nach Nahrung: mit einem Bier in der Hand den scheinbar unspektakulären Gesprächen lauschend, stets offen für das Kommende – wenn auch nicht ohne das Notizbuch in der Rückhand.

Zusätzliche Information
Gewicht 150 g
Größe 147 x 110 x 7 mm
Bindung

Fadenbindung, Hardcover

Seiten

72

Erscheinungsjahr

2018

Verlag

edition mosaik

herausgegeben von

Josef Kirchner, Sarah Oswald

lektoriert von

Felicitas Edith Theresa Biller

Auflage

1

ISBN

978-3-9504466-3-0

made in

Österreich, Salzburg

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